Im Interview mit Leaving
Violet:
Redakteur: Was hat es mit dem Namen Leaving Violet
auf sich?
Flo: Neue Bands haben es sehr schwer. Sobald
ein Stil gefragt ist wird er so lange kopiert bis wirklich kein
einziger Euro mehr damit verdient werden kann. "Violet"
ist ein x-beliebiges Kaff in den USA - damit steht es für
einen dieser ausgelutschten Stile. Wir bevorzugen Vielfalt. Und
darum wollen wir "Violet" musikalisch verlassen.
Jeff: Und da wir englische Texte singen, heißen
wir halt nicht "verlassen Bitterfeld". (lacht)
Redakteur: Ihr kennt euch schon ziemlich lange,
warum habt ihr euch erst jetzt zusammen getan?
Jeff: Zuerst einmal haben wir auch schon zusammen
in anderen Bands gespielt. Zum anderen hatten wir schon lange
den Plan, ein größeres Projekt zu starten.
Ben: Wir hatten die Auswahl ein Haus zu bauen,
einen Baum zu pflanzen oder eine Band zu gründen. Und beim
Flaschendrehen haben wir uns eben für die Band entschieden.
Redakteur: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Phil: Du hörst samtig weiche Melodien
in einem Lavendelfeld in der Provence. Und dann siehst du deinen
Hund wie er gerade von einem Auto überfahren wird. (lacht)
Flo: Er spielt damit auf die Dynamik unserer Songs an.
Harte Gitarrenriffs, kraftvolles Schlagzeug und agressiver Gesang,
aber auch sanftere Kompositionen mit klarer, ruhiger Stimme.
Redakteur: Man könnte das auch einfach als
"Alternative Rock" beschreiben, oder?
Ben: Wenn man uns unbedingt einem Stil zuordnen
möchte.....
Redakteur: Warum habt ihr als deutsche Band nicht
deutsche Texte?
Flo: Die meisten Bands durch die ich mich beeinflussen
ließ, sangen Englisch. So kam ich gar nicht auf die Idee
Deutsch zu singen.
Redakteur: Welche Schattenseiten hat das Musikerdasein
für euch?
Jeff: Der Muskelkater nach den Auftritten, die
wunden Fingerkuppen.
Flo: Das man am nächsten Tag klingt, als
hätte man die ganze Nacht gesoffen und geraucht.
Phil: Was ja auch zutrifft (lacht).
Redakteur: Und was ist am Besten?
Ben: Wenn die Leute bei einem Konzert richtig
mitgehen, wenn sie so richtig rocken, aber sich auch von den ruhigen
Songs berühren lassen.
Flo: Und wenn dann noch niemand verletzt wurde,
war der Auftritt perfekt. (lacht)